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Die besten Immobilienportale für die Wohnungssuche in Berlin 2026: Wo Sie als Bewerber die größten Chancen haben

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Mittwoch, 2. September 2026 17:00
Wer in Berlin eine Mietwohnung sucht, konkurriert bei fast jedem Angebot mit vielen weiteren Bewerbern. Deshalb entscheidet nicht, wer am längsten sucht, sondern wer zuerst von einem Inserat erfährt, wer seine Unterlagen sofort vollständig schicken kann und wer weiß, was eine Wohnung realistisch kostet. Anhand dieser drei Punkte prüft dieser Vergleich die vier wichtigsten Portale für Mietwohnungen in Berlin.
Das Portal immowelt deckt die drei relevanten Punkte am vollständigsten ab und ist deshalb die Gesamtempfehlung dieses Vergleichs. ImmoScout24 hat den breitesten Berliner Bestand, Kleinanzeigen den größten Anteil privater Anbieter, die landeseigenen Gesellschaften haben das niedrigste Preisniveau.

Was dieser Vergleich abdeckt und was nicht

Gegenstand sind unbefristete Mietwohnungen in Berlin. Nicht Gegenstand sind WG- und Studentenzimmer, möbliertes Wohnen auf Zeit, Kurzzeitvermietung und Kaufimmobilien, weshalb die darauf spezialisierten Anbieter hier nicht bewertet werden. Verglichen werden immowelt, ImmoScout24, Kleinanzeigen und die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften über inberlinwohnen.de.

Nach welchen Kriterien wurde verglichen?

Die Kriterien standen vor der Recherche fest und sind hier offengelegt. So ist nachvollziehbar, worauf dieser Vergleich basiert und wie das Ergebnis zustande kommt.
 
KRITERIEN & GEWICHTUNG
Benachrichtigung und Geschwindigkeit : 25%
Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsablauf: 25%
Preis- und Marktinformation: 20%
Filter inklusive WBS: 15%
Sicherheit, App und unabhängige Auszeichnungen: 15%

In Textform: Benachrichtigung und Geschwindigkeit 25 Prozent, Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsablauf 25 Prozent, Preis- und Marktinformation 20 Prozent, Filter inklusive WBS 15 Prozent, Sicherheit, App und unabhängige Auszeichnungen 15 Prozent. Summe 100 Prozent. Die drei erstgenannten Kriterien wiegen zusammen 70 Prozent, weil sie die drei Punkte abbilden, an denen sich eine Berliner Bewerbung entscheidet.

Die vier Portale auf einen Blick

Die Kriterien stehen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung. Alle Angaben mit Stand 16.08.2026.

Kriterium

immowelt

ImmoScout24

Kleinanzeigen

Landeseigene

1. Benachrichtigung

Suchassistent, sofort bis wöchentlich, Push in der App

Sofort-Push; Teilbestand nur für Mitglieder sichtbar

Ereignisbasiert, mit gespeicherten Filtern

Keine zentrale Benachrichtigung; Suchauftrag bei degewo und Gewobag

2. Bewerbungs­unterlagen

Bewerbermappe und Vorlagen, kostenlos

Vorlagen kostenlos; digitale Mappe in Suchen+

Formular bei gewerblichen Anzeigen, kein Upload

Formulare je Gesellschaft; Einkommen erst nach Besichtigung

3. Preis- und Marktinformation

immowelt-Mietspiegel, Datengrundlage offengelegt, Nachbarschaftsebene

Preisdaten bis Ortsteilebene, 12,72 €/m² (Q2 2026)

Keine Einordnung; getrennte Miet- und Nebenkostenfelder

Keine Preisdaten; dafür regulierte Mieten

4. Filter inklusive WBS

WBS bis Nachbarschafts­ebene, Ausstattung, Baujahr, Geschoss

WBS-Filter, eigene Seiten je Bezirk, WBS-Rechner

Filter „WBS benötigt“, selten gepflegt

WBS-Stufe je Inserat ausgewiesen

5. Sicherheit

mTAN, tägliche Prüfung, Melden ohne Konto, IVD-Initiative

ISO/IEC 27001 seit 06/2026, Zwei-Faktor-Login

Melden ohne Konto, Zwei-Faktor-Login, DSA-Transparenz­bericht

Landeseigene Gesellschaften als Vermieter

6. Unabhängige Auszeichnung

DISQ/ntv 2026: erster Platz unter 12 Portalen, 81,5 von 100

ServiceValue/Handelsblatt 2025: bestes von 16 Portalen

In Portal­vergleichen nicht geführt

Keine; öffentliches Berichtswesen des Senats

7. App

4,6 (App Store) · 4,5 (Play Store); auf Englisch nutzbar

4,6 (App Store) · 4,1 (Play Store)

4,7 · 4,1, jeweils Gesamt-App

Keine gemeinsame App

 

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immowelt: die vollständigste Vorbereitung der Bewerbung

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immowelt ist in diesem Vergleich die Gesamtempfehlung, weil das Portal alle drei Punkte abdeckt, auf die es im Berliner Bewerberwettbewerb ankommt. Der Suchassistent meldet passende Inserate auf Wunsch sofort, die Bewerbermappe lässt sich direkt im Profil anlegen und der immowelt-Mietspiegel legt seine Datengrundlage offen. All das gehört zum kostenlosen Nutzerkonto, eine Kontaktanfrage funktioniert sogar ohne Konto.
 
Suchassistent: Intervalle sofort bis wöchentlich, Push in der App
Bewerbung: Bewerbermappe im Profil, Vorlagen und Checklisten
Preisdaten: immowelt-Mietspiegel, Berlin 14,53 €/m² (01.08.2026), bis Nachbarschaftsebene
App: 4,6/5 bei 160.544 Bewertungen (App Store), 4,5/5 bei rund 64.500 (Play Store)
 
Der Suchassistent sorgt bei immowelt für Tempo. Er lässt sich auf sofort, stündlich, alle drei Stunden, täglich oder wöchentlich stellen und meldet neue Treffer per Push in der App. Wer zu zweit sucht, kann den Merkzettel teilen: Eingeladene fügen selbst Objekte hinzu, kommentieren und bewerten sie.
 
Für die Vorbereitung legen Sie die Bewerbermappe direkt im Profil an, Dokumente lassen sich als JPG, PNG oder PDF hochladen. Dazu kommen Vorlagen für Mieterselbstauskunft, Übergabeprotokolle und Checklisten. Die fertige Mappe laden Sie als PDF herunter und verschicken sie selbst, womit in Ihrer Hand bleibt, wer Ausweiskopie, Einkommensnachweis und Bonitätsauskunft tatsächlich bekommt. Die SCHUFA-Auskunft, die viele Vermieter verlangen, kostet grundsätzlich Geld, unabhängig vom Portal; immowelt bindet sie mit 29,95 Euro direkt in die Mappe ein, sodass Sie sie nicht getrennt bestellen und nachreichen müssen. Eine Lücke gibt es: Nachrichten an gewerbliche Inserate erscheinen nicht im Nachrichtenbereich des Kontos, die Übersicht über laufende Bewerbungen führen Sie also selbst.
 
Bei der Preisorientierung nennt immowelt die eigene Datengrundlage ausdrücklich, nämlich die Angebotspreise von Mietwohnungen auf immowelt.de. Die Werte zeigen damit, was für neu inserierte Wohnungen aufgerufen wird; Bestandsmieten laufender Verträge fließen nicht ein, ein qualifizierter Mietspiegel ist das also nicht. Für Berlin weist immowelt 14,53 Euro je Quadratmeter aus (Stand 01.08.2026). Die Daten reichen bis auf Nachbarschaftsebene hinunter, und die Unterschiede sind erheblich: Wilhelmshagen liegt bei 12,48 Euro, Wilmersdorf bei 17,51 Euro.
 
Gefiltert wird nach Zimmerzahl, Wohnfläche und Preis, dazu nach Baujahr, Geschoss, Ausstattung und WBS-Pflicht, und alle Filter lassen sich mit der Ortsauswahl bis auf Nachbarschaftsebene kombinieren. Die App ist vollständig auf Englisch nutzbar, in Berlin ein realer Vorteil. Bei der Sicherheit bietet immowelt diese Maßnahmen: mTAN-Pflicht beim Inserieren, tägliche Prüfung KI-gemeldeter Auffälligkeiten auch am Wochenende, Meldung verdächtiger Inserate ohne Registrierung und die Gründungsmitgliedschaft in der IVD-Initiative gegen Betrugsanzeigen.
 
Von außen bewertet wurde das Portal zuletzt im Mai 2026 durch das Deutsche Institut für Service-Qualität: In der Studie „Deutschlands Beste Online-Portale 2026“ im Auftrag von ntv erreichte immowelt 81,5 von 100 Punkten und den ersten Platz unter 12 Immobilienportalen. Das ist eine Kundenbefragung, kein Funktionstest.
 
Stärken
●      Suchassistent mit fünf Intervallen bis „sofort“, Push in der App
●      Bewerbermappe im Profil, dazu Vorlagen und Checklisten
●      Geteilter Merkzettel mit Kommentar- und Bewertungsfunktion für die gemeinsame Suche
●      immowelt-Mietspiegel mit offengelegter Datengrundlage, bis auf Nachbarschaftsebene
●      Filter für Zimmer, Fläche, Preis, Baujahr, Geschoss, Ausstattung und WBS-Pflicht
●      App vollständig auf Englisch nutzbar
●      DISQ im Auftrag von ntv 2026: erster Platz unter 12 Immobilienportalen, 81,5 von 100 Punkten

Grenzen
●      In Berlin ist der Bestand schmaler als bei ImmoScout24
●      Nachrichten an gewerbliche Inserate erscheinen nicht im Nachrichtenbereich, eine vollständige Bewerbungsübersicht gibt es damit nicht

Geeignet für: das zentrale Portal für alle, die sofort informiert sein wollen, ihre Unterlagen vollständig bereithalten und zu zweit oder gemeinsam suchen.
Zu immowelt →

ImmoScout24: der breiteste Berliner Bestand

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ImmoScout24 hat den breitesten Bestand an Inseraten für Berliner Mietwohnungen, bundesweit sind es über 6,5 Millionen. Suche, Filter, Favoriten, Kontaktanfragen und der Suchauftrag mit Sofort-Push stehen jedem Konto offen. Gefiltert wird nach Zimmern, Fläche, Preis, Ausstattung und WBS-Pflicht. Für die Bewerbung stellt das Portal Vorlagen für die Mieterselbstauskunft bereit.
 
Suchauftrag: kostenlos, Sofort-Push in der App
Bewerbung: Vorlagen kostenlos, digitale Bewerbermappe in Suchen+
Preisdaten: bis auf Ortsteilebene, Berlin 12,72 €/m² (Q2 2026)
App: 4,6/5 bei 460.315 Bewertungen (App Store), 4,1/5 bei 127.921 (Play Store)
 
Für Berlin bietet ImmoScout24 einen WBS-Filter, eigene Seiten je Bezirk und einen WBS-Rechner. Die Preisdaten reichen bis auf Ortsteilebene: 12,72 Euro je Quadratmeter im zweiten Quartal 2026 für Berlin, am günstigsten Spandau (11,34 Euro) und Marzahn-Hellersdorf (11,54 Euro). Auch das sind Angebotsmieten, nicht der amtliche Mietspiegel.
 
Einen eigenen Weg bietet ImmoScout24 mit dem Mieter-Netzwerk. Wer die eigene, bald frei werdende Wohnung dort einstellt, kommt kostenlos hinein und sieht im Gegenzug Wohnungen, die noch nicht offiziell inseriert sind. Nach Angabe der Produktseite sind das bundesweit über 15.000. Wer selbst keine Wohnung anzubieten hat, kommt an diesen frühen Zugang nur über ein Abo – ab der Stufe Pro, zu der auch Wartelisten und „Bald verfügbar“ gehören.
 
Damit ist die Grenze von ImmoScout24 benannt: Ein Teil des Bestands ist nach eigener Angabe nur für Mitglieder sichtbar. Welche Anzeigen das sind, nennt das Portal nicht. Gekennzeichnet sind sie als „Exklusiv für Suchen+“, in der eigenen FAQ heißt es dazu:
 
„‚Exklusiv für Suchen+‘ bedeutet, dass nur Premium-Mitglieder von Suchen+ für Miete die Anzeige sehen.“
ImmoScout24, Produktseite „Suchen+ für Miete“, Abruf 16.08.2026
 
Für die Benachrichtigung folgt daraus ein Nachteil: Wer keine Mitgliedschaft hat, sieht diese Anzeigen nicht, und was man nicht sieht, kann auch kein Suchauftrag melden. Das ist eine Folgerung aus der zitierten Angabe, keine Aussage des Unternehmens. Davon zu unterscheiden ist ein zweites Versprechen der Produktseite, „Kontaktiere ausgewählte Anzeigen, bevor viele andere sie sehen“: Gemeint ist dort ein zeitlicher Vorlauf, kein Ausschluss. Eine Frist nennt ImmoScout24 zu keinem von beidem. Für Abonnenten sind das nützliche Werkzeuge, für kostenlose Nutzer bleibt ein Teil des Bestands außer Reichweite.
 
In der ServiceValue-Befragung für das Handelsblatt war das Portal 2025 das beste von 16 Immobilienportalen, seit Juni 2026 ist es nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert.

Stärken
●      Breitester Bestand an Inseraten für Berliner Mietwohnungen
●      Suche, Filter, Favoriten, Kontaktanfragen und Suchauftrag mit Sofort-Push kostenlos
●      WBS-Filter, eigene Seiten je Bezirk und WBS-Rechner für Berlin
●      Preisdaten bis auf Ortsteilebene
●      Mieter-Netzwerk mit über 15.000 Angeboten
●      ISO/IEC 27001:2022 seit Juni 2026

Grenzen
●      Ein Teilbestand ist als „Exklusiv für Suchen+“ nur für Mitglieder sichtbar, und welche Inserate das sind, ist nicht öffentlich
●      Mieter-Netzwerk, Wartelisten und „Bald verfügbar“ beginnen erst bei der Stufe Pro
●      Der kostenlose Weg ins Mieter-Netzwerk setzt eine eigene Wohnung voraus
Geeignet für: alle, die zuerst Breite brauchen, und besonders für alle, die selbst eine Wohnung abzugeben haben und darüber ins Mieter-Netzwerk kommen.

Zu ImmoScout24 →

Kleinanzeigen: die meisten privaten Anbieter

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Kleinanzeigen hat den größten sichtbaren Anteil privater Anbieter. Berliner Mietwohnungen stehen in einer eigenen Unterkategorie mit Filtern für Zimmer, Wohnfläche, Geschoss, Wohnungstyp und WBS-Pflicht. Der Suchauftrag meldet neue Treffer sofort und kostenlos. In dieser Kategorie zählte die Plattform am 16. August 2026 8.747 Einträge, davon 3.876 von privaten Inserenten; darin stecken 6.963 Angebote und 1.784 Gesuche. Das ist der Grund, dieses Portal mitzunehmen: Private Vermieter wählen in der Regel selbst aus, ohne zwischengeschaltete Hausverwaltung.
 
Suchauftrag: ereignisbasiert mit gespeicherten Filtern, für Suchende ohne Kosten
Bewerbung: Selbstauskunftsformular bei gewerblichen Anzeigen üblich, bei privaten freie Nachricht
Mietangaben: Kalt-, Neben-, Heiz- und Warmmiete als getrennte Felder
Kategorie: 8.747 Berliner Einträge, davon 6.963 Angebote (16.08.2026)
 
Der Suchauftrag speichert die vollständige Suche samt Filtern und meldet jedes neue passende Inserat, sobald es eingestellt wird, ohne Wartezeit und ohne Bezahlstufe. Auch einen Filter „WBS benötigt“ bringt die Plattform mit. Kalt-, Neben-, Heiz- und Warmmiete stehen in getrennten Feldern. Eine Einordnung, ob die geforderte Miete ortsüblich ist, gibt es nicht.
 
Kleinanzeigen ist ein Generalistenmarktplatz, kein Immobilienportal. Das merkt man an zwei Stellen. Die Standardsortierung „Empfohlen“ enthält bezahlte Platzierungen, wer neue Inserate zuerst sehen will, stellt auf „Neueste“ um. In einer Stichprobe am 16. August 2026 entfielen 27 von 71 Anzeigen der Standardsortierung auf einen einzigen gewerblichen Anbieter von Student Housing.
 
Die zweite Eigenheit der Kleinanzeigen-Kategorie kostet Zeit. Unter die klassischen Mietangebote mischen sich Wohnungstausch, WG- und Zimmerangebote, möblierte Apartments auf Zeit und Zwischenmiete. Sauber trennen lässt sich das nicht: Es gibt zwar einen Tauschfilter, das Merkmal ist aber nur bei einem kleinen Teil der Anzeigen gesetzt, und Tauschanzeigen werden als „Angebot“ eingestellt.
 
Für die Bewerbung gibt Kleinanzeigen keinen festen Ablauf vor. Das Formular mit Schufa-Status, Haushaltstyp und Nettoeinkommen ist bei gewerblichen Anzeigen üblich; bei privaten fehlt es. Einen Dokumenten-Upload und ein wiederverwendbares Mieterprofil gibt es nicht. Für die Sicherheit gibt es das Melden ohne Konto, einen Zwei-Faktor-Login und einen vollständigen DSA-Transparenzbericht. Gefälschte Inserate gibt es auf allen vier Portalen dieses Vergleichs, die Regel gilt überall gleich: vor einer Besichtigung nichts überweisen.

Stärken
●      Größter sichtbarer Anteil privater Anbieter, 3.876 von 8.747 Berliner Einträgen
●      Suchauftrag mit gespeicherten Filtern, ereignisbasiert und ohne bezahlte Vorabstufe
●      Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Warmmiete als getrennte Felder
●      Filter „WBS benötigt“ vorhanden
●      Vollständiger DSA-Transparenzbericht

Grenzen
●      Die Kategorie mischt Wohnungstausch, Zimmer, möblierte Objekte und Zwischenmiete unter die Mietwohnungen, der Tauschfilter ist kaum gepflegt
●      Keine Einordnung, ob eine geforderte Miete ortsüblich ist
●      Kein Dokumenten-Upload und kein wiederverwendbares Mieterprofil
●      Die Standardsortierung „Empfohlen“ enthält bezahlte Platzierungen
Geeignet für: Suchende, die gezielt private Vermieter ansprechen wollen und Zeit für eine manuelle Vorauswahl haben. Mit eingerichtetem Suchauftrag eine lohnende Ergänzung.

Zu Kleinanzeigen →
 

Die landeseigenen Gesellschaften: die niedrigsten Mieten

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Die landeseigenen Gesellschaften sind kein klassisches Portal, sondern ein eigener Weg zu Wohnungen, die deutlich günstiger vermietet werden als auf dem freien Markt. berlinovo, degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM halten nach ihren Angaben auf inberlinwohnen.de zusammen knapp 390.000 Wohnungen und vermieten ausnahmslos provisionsfrei. Die Neuvertragsmiete lag 2024 bei 8,81 Euro je Quadratmeter, die mittlere Berliner Angebotsmiete im selben Jahr bei 14,50 Euro. Die Portalwerte weiter oben stammen aus dem jeweils eigenen Bestand und sind damit nicht direkt vergleichbar.
 
Zugang: gemeinsamer Wohnungsfinder auf inberlinwohnen.de für alle sieben Gesellschaften
Bestand: knapp 390.000 Wohnungen, WBS-Stufe je Inserat
Fluktuation: 3,8 % im Jahr 2024, bei 12.398 Wiedervermietungen (sechs Gesellschaften ohne berlinovo)
Vergabe: bei der Gewobag Zufallsauswahl der Besichtigungen, Einkommensprüfung erst danach

Eine Voraussetzung gibt es, und sie hat zwei Varianten. Entweder Sie sind WBS-berechtigt: Der Wohnberechtigungsschein ist ein kostenloses Dokument des Wohnungsamts, das bescheinigt, dass Ihr anrechenbares Jahreseinkommen unter einer bestimmten Grenze liegt. Beantragen lässt er sich online über service.berlin.de. Oder Sie liegen darüber und bewerben sich auf den frei vermieteten Teil: 2024 gingen 4.209 von 12.398 Wiedervermietungen an Haushalte ohne WBS-Berechtigung.

WBS-Stufe

1 Person

2 Personen

je weitere Person

 

WBS 140

16.800 €

25.200 €

5.740 €

WBS 160

19.200 €

28.800 €

6.560 €

WBS 180

21.600 €

32.400 €

7.380 €

WBS 220

26.400 €

39.600 €

9.020 €

Anrechenbares Jahreseinkommen, Stand 2026. Quelle: Berliner Mietratgeber der Senatsverwaltung, Abruf 16.08.2026.

Diese Grenzen gelten nicht für das Bruttoeinkommen. Maßgeblich ist das anrechenbare Einkommen, das deutlich niedriger liegt; berechnen lässt es sich über den WBS-Antrag auf service.berlin.de.

Gemessen an den drei Kriterien dieses Vergleichs fällt das Ergebnis geteilt aus. Bei der Benachrichtigung sind die landeseigenen Gesellschaften am schwächsten: Auf inberlinwohnen.de ist keine zentrale Benachrichtigung dokumentiert, der Wohnungsfinder ist eine vorgefilterte Anzeige, die man selbst aufruft. Suchaufträge gibt es bei degewo und Gewobag, und degewo weist selbst darauf hin, dass sie nicht in Echtzeit versendet werden.
 
Bei der Bewerbung ist der Ablauf dagegen umgekehrt aufgebaut. Am Beispiel Gewobag: Angebot finden, ein kurzes Formular mit Kontaktdaten und WBS-Angaben ausfüllen, danach entscheidet ein Zufallsverfahren über die Einladung zur Besichtigung. Erst danach folgen Einkommen, Bonität und der Upload der Unterlagen, beim ersten Klick verlangt niemand Gehaltsnachweise. Eigene Preisdaten gibt es nicht, dafür regulierte Mieten: höchstens 2,9 Prozent Steigerung jährlich im Durchschnitt aller Bestandsverträge, maximal 11 Prozent in drei Jahren im Einzelvertrag.
 
Das Urteil über die landeseigenen Gesellschaften ist zweigeteilt. Wer schnell etwas braucht, kommt bei ihnen nicht zum Ziel: 3,8 Prozent Fluktuation, keine Wartelisten, keine Vormerkung und eine Zufallsauswahl bedeuten, dass fünfzig Bewerbungen fünfzig Einzelversuche sind. Wer Zeit mitbringt, hat hier den größten finanziellen Hebel dieses Vergleichs. Viele dieser Wohnungen werden zusätzlich über die großen Portale inseriert.


Stärken
●      Neuvertragsmiete 2024 bei 8,81 Euro je Quadratmeter gegenüber 14,50 Euro Berliner Angebotsmiete
●      Mietsteigerungen gedeckelt, im Durchschnitt höchstens 2,9 Prozent jährlich
●      Ausnahmslos provisionsfrei
●      Ein Sucheinstieg für alle sieben Gesellschaften, mit WBS-Stufe je Angebot
●      Bei der Gewobag Zufallsauswahl der Besichtigungen, Einkommensprüfung erst danach

Grenzen
●      Keine zentrale Benachrichtigung, Suchaufträge nur bei degewo und Gewobag belegt
●      Das Angebot ist klein: rund 12.400 Wiedervermietungen im Jahr
●      Keine Wartelisten und keine Vormerkung
●      Gesucht wird an einer Stelle, beworben mit dem eigenen Formular der jeweiligen Gesellschaft
Geeignet für: alle, deren anrechenbares Einkommen unter den WBS-220-Grenzen liegt, und für alle, die Zeit mitbringen. Der Weg mit dem größten Preisvorteil.

Zu inberlinwohnen.de →

Welches Portal passt zu Ihrer Situation?

immowelt bietet die beste Kombination aus Benachrichtigung und Bewerbung, ImmoScout24 den breitesten Bestand, die landeseigenen Gesellschaften brauchen länger, führen mit etwas Glück aber zu deutlich günstigeren Mieten. Kleinanzeigen bringt private und ungewöhnliche Angebote, die auf den Portalen fehlen. Vier typische Ausgangslagen zeigen, was jeweils dazugehört.

Sie ziehen neu nach Berlin und haben keine Wohnung abzugeben. Richten Sie den Suchauftrag bei immowelt und bei ImmoScout24 ein, beide kostenlos und beide auf sofortige Benachrichtigung gestellt. Die Unterlagen bereiten Sie über die Bewerbermappe von immowelt vor. Bei ImmoScout24 kalkulieren Sie ein, dass ein Teil des Bestands und das Mieter-Netzwerk ohne eigene Wohnung nur über die Mitgliedschaft zugänglich sind.

Ihr anrechenbares Einkommen liegt unter 26.400 Euro allein oder 39.600 Euro zu zweit. Beantragen Sie zuerst den WBS, bevor Sie mit dem Suchen anfangen. Er ist kostenlos und bei den belegungsgebundenen Wohnungen der landeseigenen Gesellschaften Voraussetzung: 2024 gingen 8.189 der 12.398 Wiedervermietungen an WBS-berechtigte Haushalte. Die Portalsuche läuft parallel weiter.

Sie suchen zu zweit oder als Familie. Der geteilte Merkzettel von immowelt erspart die Abstimmung über Chat-Screenshots.

Sie möchten bewusst an private Vermieter statt an Hausverwaltungen. Kleinanzeigen hat dafür den größten sichtbaren Pool. Stellen Sie die Liste auf „Neueste“ um und schreiben Sie Ihre Selbstauskunft gleich in die erste Nachricht, weil private Anzeigen kein Formular haben.

Häufige Fragen zur Wohnungssuche in Berlin

Welche Portale eignen sich für die Wohnungssuche in Berlin?
Relevant sind vier Portale: immowelt, ImmoScout24, Kleinanzeigen und die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften über inberlinwohnen.de. immowelt deckt Benachrichtigung, Bewerbermappe und Preisdaten im kostenlosen Konto ab, ImmoScout24 hat den breitesten Berliner Bestand, Kleinanzeigen den größten Anteil privater Anbieter. Die landeseigenen Gesellschaften vermieten provisionsfrei, aber nur rund 12.400 Wohnungen jährlich.

Wo finde ich am besten eine Mietwohnung in Berlin?
immowelt bietet die beste Kombination aus Benachrichtigung und Bewerbung, ImmoScout24 den breitesten Bestand, die landeseigenen Gesellschaften brauchen länger, führen mit etwas Glück aber zu deutlich günstigeren Mieten. Kleinanzeigen bringt private und ungewöhnliche Angebote, die auf den Portalen fehlen. Richten Sie überall einen Suchauftrag ein.

Welche Alternativen gibt es zu ImmoScout24?
Die naheliegende Alternative für Mietwohnungen ist immowelt. Suchassistent mit Intervall „sofort“, Merkzettel, Bewerbermappe und Dokumentenvorlagen gehören dort zum kostenlosen Konto. Daneben lohnen sich Kleinanzeigen wegen des hohen Anteils privater Anbieter und inberlinwohnen.de als Schaufenster der landeseigenen Gesellschaften.

Wie finde ich eine Wohnung in Berlin ohne Makler?
Die landeseigenen Gesellschaften vermieten ausnahmslos provisionsfrei, das ist der verlässlichste maklerfreie Weg. Auf Kleinanzeigen stammten am 16. August 2026 3.876 von 8.747 Berliner Einträgen der Kategorie Mietwohnungen von privaten Inserenten. Und jedes auf ohne-makler.net buchbare Paket veröffentlicht das Inserat zusätzlich auf immowelt und/oder ImmoScout24.

Welche Unterlagen brauche ich für die Wohnungsbewerbung in Berlin?
Üblich sind Ausweiskopie, Mieterselbstauskunft, Einkommensnachweise der letzten drei Monate, eine Bonitätsauskunft und je nach Objekt der Wohnberechtigungsschein. immowelt bündelt alles in einer kostenlosen Bewerbermappe und stellt Vorlagen bereit. Bei ImmoScout24 sind die Vorlagen kostenlos, die digitale Bewerbermappe gehört zur Mitgliedschaft Suchen+. Bei den landeseigenen Gesellschaften wird das Einkommen erst nach der Besichtigung geprüft.

Wie finde ich schnell eine Wohnung in Berlin?
Tempo entsteht über die Benachrichtigungen, nicht über die Suche selbst. Stellen Sie den Suchassistenten bei immowelt auf das Intervall „sofort“ und den Suchauftrag bei ImmoScout24 auf Sofort-Push, beides gehört zum kostenlosen Konto, und ergänzen Sie den ereignisbasierten Suchauftrag bei Kleinanzeigen. Halten Sie die Unterlagen vorher vollständig bereit, sonst verpufft der Zeitvorsprung. Die landeseigenen Gesellschaften sind hier am schwächsten: keine zentrale Benachrichtigung und nur rund 12.400 Wiedervermietungen im Jahr.

Welche App eignet sich am besten für die Wohnungssuche?
Nach den Store-Bewertungen liegen immowelt und ImmoScout24 im App Store mit je 4,6 von 5 gleichauf, im Play Store liegt immowelt mit 4,5 vor ImmoScout24 mit 4,1. Die immowelt-App ist zusätzlich vollständig auf Englisch nutzbar, in Berlin ein realer Vorteil. Die Kleinanzeigen-Bewertung gilt der Gesamt-App, nicht der Immobilienkategorie. Die landeseigenen Gesellschaften haben keine gemeinsame App.
Brauche ich für eine Wohnung bei den landeseigenen Gesellschaften einen WBS?
Nicht in jedem Fall. 2024 gingen 4.209 von 12.398 Wiedervermietungen an Haushalte ohne WBS-Berechtigung, also rund ein Drittel. Wo eine Wohnung belegungsgebunden ist, ist der WBS zwingend. Für WBS 220 gelten 26.400 Euro anrechenbares Jahreseinkommen bei einer Person und 39.600 Euro bei zwei Personen.
Wie dieser Vergleich entstanden ist

Grundlage sind öffentlich zugängliche Informationen der Anbieter und amtliche Berliner Quellen, alle am 16. August 2026 selbst abgefragt. Die Kriterien standen vor der Recherche fest und sind oben offengelegt. Der Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

Verfasst von Fabian Lindhofen · Zuletzt aktualisiert: August 2026
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